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 Plattenwärmetauscher (PWT)

Fragen
1.Bauarten von Zilmet Plattenwärmetauschern ( PWT)
2.Einsatzmöglichkeiten von geschraubten und gelöteten Plattenwärmetauschern
3.Wie wird ein Plattenwärmetauscher dimensioniert ?
4.Welche Daten benötigt das Zilmet Berechnungsprogramm zur Auslegung eines Plattenwärmetauschers ?
5.Wie groß sollte die Temperaturdifferenz zwischen Austritt Sekundär und Eintritt Primär sein ?
6.Wie hoch ist der Druckverlust eines Plattenwärmetauschers ?
7.Nach welchem Prinzip werden Plattenwärmetauscher angeschlossen ?
8.Sind gelötete Plattenwärmetauscher gegenüber Schwimmbadwasser beständig ?
9.Welche Möglichkeit besteht gelötete Plattenwärmetauscher zu reinigen ?


1. Bauarten von Zilmet Plattenwärmetauschern ( PWT)
- ZB steht für Zilmet brazed also Zilmet gelötet
- gelötete Zilmet Plattenwärmetauscher bestehen aus Edelstahlplatten AISI 304 oder AISI 316
- die erste Zahl hinter der Bezeichnung ZB gibt Auskunft über die Größe des Plattenwärmetauschers. Die zweite Zahl gibt Auskunft über die Anzahl der Platten
- diese Bezeichnung wird auch für geschraubte Zilmet Plattenwärmetauscher verwendet. Anstelle der Bezeichnung ZB steht dann bei den geschraubten Zilmet Plattenwärmetauschern nur ein Z (Z2-Z5)
- geschraubte Zilmet Plattenwärmetauscher sind kupferfrei, die Platten sind aus AISI 316. Anschlüsse gibt es wahlweise aus AISI 304 oder AISI 316.
- geschraubte Zilmet Plattenwärmetauscher sind wahlweise mit EPDM oder NBR Dichtungen erhältlich


2. Einsatzmöglichkeiten von geschraubten und gelöteten Plattenwärmetauschern
Gelötete Zilmet Plattenwärmetauscher
- Heizungsanlagen (z.B. Systemtrennung FBH)
- Solaranlagen (z.B. Trennung Pufferspeicher)
- Trinkwassererwärmung
- Schwimmbäder bis 100mg/l Chlorid ( Platten aus AISI 316)
- Nah und Fernwärme ( ZB 35-200 bis 30 bar)
- speziell für Anwendungen in der Kältetechnik als Verdampfer ZE Tauscher oder als Kondensator ZC Tauscher / Druckbereich bis 45 bar. Insgesamt stehen sechs verschiedene Baugrößen mit unterschiedlichen Anschlussvarianten zur Verfügung. Auch Kältemittel mit hohem Dampfdruck wie R410 können mit den Plattenwärmetauschern der neuen Serie betrieben werden.

Geschraubte Zilmet Plattenwärmetauscher
- Heizungsanlagen (z.B. Systemtrennung FBH)
- Solaranlagen (z.B. Trennung Pufferspeicher)
- Trinkwassererwärmung
- Schwimmbäder bis 100mg/l Chlorid ( mit AISI 316 Anschlüssen)
- Nah und Fernwärme bis 16 bar
- Systemtrennung in Kühl und Heizanlagen
- für Öle oder im Lebensmittelbereich mit NBR-Dichtung
- insbesondere als Trenntauscher Zilmet Z2-T zum Schutz von Wasserwärmepumpen, die kupferkorrosives Wasser als Wärmequelle nutzen.


3. Wie wird ein Plattenwärmetauscher dimensioniert ?
Die Leistung, die durch einen Plattenwärmetauscher übertragen werden kann, ist abhängig von dem Volumenstrom, der dem Plattenwärmetauscher zugeführt wird und der Fläche, die der Wärmeübertragung zu Verfügung steht.

Der zugeführte Wärmestrom wird mit folgender Formel berechnet:



Beispielrechnung:

Systemtrennung FBH 25 KW
Primär 55/45 Sek 30/40
Q = 2200kg/h×0,001163 kw/h×10K
Q = 25 kw


Annahme: Massenstrom Primär/ Sekundär beträgt 2200 kg/h. Die Spreizung delta T beträgt in beiden Kreisläufen 10 K. Zugeführter und abgegebener Wärmestrom sind also gleich. Beide liegen bei 25 KW.
Mit dem Zilmet Berechnungsprogramm lässt sich die notwendige Fläche ermitteln, die benötigt wird, um 25 KW aus dem Primärkreis komplett in den Sekundärkreis zu übertragen.


4. Welche Daten benötigt das Zilmet Berechnungsprogramm zur Auslegung eines Plattenwärmetauschers ?
Welche Daten benötigt das Zilmet Berechnungsprogramm zur Auslegung eines Plattenwärmetauschers?
Stoffdaten wie Dichte, Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität werden vom Programm direkt bei Eingabe zugeordnet.

Folgende Daten benötigt das Zilmet- Berechnungsprogramm:
- Art der Medien (z.B. Wasser oder 30% Glykol)
- Eintritt und Austrittstemperatur an beiden Kreisen ( dadurch erhält man die Temperaturspreizung pro Gleichung )
- Die zu übertragende Leistung oder Volumen bzw. Massenstrom
- Zulässige Druckverluste


5. Wie groß sollte die Temperaturdifferenz zwischen Austritt Sekundär und Eintritt Primär sein ?
Die Temperaturdifferenz zwischen Austritt Sekundär und Eintritt Primär bezeichnet man als Grädigkeit.
Je kleiner die Grädigkeit, umso größer wird die Fläche des Plattenwärmetauschers. Bei Heizungsanlagen nimmt man in der Regel eine Grädigkeit von 5 Kelvin an, bei Kühlanlagen von 2K.


6. Wie hoch ist der Druckverlust eines Plattenwärmetauschers ?
Bei der Auslegung eines Plattenwärmetauschers muss der Druckverlust beachtet werden. In den meisten Anwendungen wird ein Druckverlust von 20 Kpa angenommen. Der Druckverlust des Plattenwärmetauschers kann durch eine erhöhte Plattenzahl verringert werden. Alternativ kann durch die Erhöhung der Temperaturspreizung der Volumenstrom reduziert werden.
Ein reduzierter Volumenstrom führt ebenfalls zu geringerem Druckverlust.


7. Nach welchem Prinzip werden Plattenwärmetauscher angeschlossen ?
Plattenwärmetauscher sollten immer im Gegenstromprinzip angeschlossen werden. Ein Anschluss im Gleichstromprinzip verursacht hohe Leistungsverluste.
Bei Heizungsanlagen wird die warme Seite in der Regel als Primärseite bezeichnet, bei Kühlanalgen ist die kalte Seite die Primärseite.

Anschluss von gelöteten Plattenwärmetauschern im Gegenstromprinzip

Anschluss von geschraubten Plattenwärmetauschern im Gegenstromprinzip



8. Sind gelötete Plattenwärmetauscher gegenüber Schwimmbadwasser beständig ?
Genaue Informationen über die Beständigkeit gelöteter Plattenwärmetauscher finden Sie in unserer Beständigkeitsliste. Bei dem Einsatz unserer Plattenwärmetauscher im Schwimmbad oder Trinkwasserbereich sollte die Beständigkeit des Materials in jedem Fall geprüft werden.


9. Welche Möglichkeit besteht gelötete Plattenwärmetauscher zu reinigen ?
Gelötete Plattenwärmetauscher können vor Ort mit chemischem Reinigungsmittel (z.B. schwache Ameisensäure, oder schwache Essigsäure max. 5%) gereinigt werden. Der Plattenwärmetauscher wird dazu aus der Anlage ausgebaut und entgegen der ursprünglichen Fließrichtung durchspült.

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